Antrag nach §7 der GO für den Rat der Stadt Gladbeck und seine Ausschüsse hier: Einführung eines Schülerlotsensystems an Gladbecker Schulen

Sehr geehrter Herr Tix,

namens unserer Fraktion beantragen wir, den Punkt

Einführung eines Schülerlotsensystems an Gladbecker Schulen

auf die Tagesordnung der Sitzung des Schulausschusses am 27.09.2021 zu setzen.

Begründung:

In großer Regelmäßigkeit diskutieren wir in Gladbeck die Sicherheit unserer Kinder auf ihren Schulwegen. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass ein großes Problem dabei die Anfahrt an die Schulen mit dem PKW darstellt, die in mehrfacher Hinsicht problematisch ist: zum einen wäre es für die jungen Gladbecker:innen gesünder und auch pädagogisch sinnvoller, den Schulweg alleine zu gehen, zum anderen verursachen die „Elterntaxis“ eben genau das Verkehrschaos vor den Schulen und KiTas, aufgrund dessen sich die Eltern dann gezwungen sehen ihr Kind mit dem Auto zu bringen. Nach den Zahlen der Polizei besteht, wie oft genug berichtet wurde, an keiner der Schulen oder KiTas ein erhöhtes Unfallrisiko, was allerdings nichts am Sicherheitsempfinden der Eltern ändert, die uns gegenüber das Thema ebenfalls immer wieder aufbringen.

Seit 1953 existiert in NRW das System der Schülerlots:innen (offiziell Verkehrshelfer:innen genannt), das damals gegründet wurde, als die Motorisierung zunahm. Die Schülerlots:innen sind mithin eine direkte Konsequenz aus den oben beschriebenen Problemen. Betreut wird das System von der Landesverkehrswacht NRW.

Im Allgemeinen wird der Dienst wird durch Schulen eingerichtet, die Ausbildung von der Polizei durchgeführt. Dabei ist es nicht zwingend so, dass es die Schüler:innen selbst sein müssen, die diese Aufgabe erfüllen, da man mindestens 13 sein muss, um Verkehrshelfer:in zu werden. Deshalb können auch Eltern oder Großeltern den Schulweg absichern, da an Grundschulen dieser Dienst ausschließlich durch externe Schüler oder eben Angehörige der Kinder geleistet werden kann. 2019 waren in Nordrhein-Westfalen daher neben den 1.542 Schüler:innen auch 2.145 Erwachsene als Verkehrshelfer:innen im Einsatz.

In diesem Zusammenhang möchten wir folgende Themen erörtern:

  • Wie viele Schulen in Gladbeck arbeiten mit der Polizei und der Verkehrswacht NRW schon zusammen, um das o.g. Angebot zu gewährleisten?
  • Wie viele Schulen in Gladbeck könnten sich den Einsatz von Verkehrshelfer:innen vorstellen?
  • Ist ein solches Konzept nach der Verkehrswacht NRW auch für KiTas über die Beteiligung der jeweiligen Elternschaft möglich?

Beschlussentwurf:

Die Verwaltung wird beauftragt zu überprüfen, inwiefern sich koordinierend und in Kooperation mit der Verkehrswacht NRW ein flächendeckendes Schülerlots:innen-System an Gladbecker Schulen umsetzen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

 

gez. Claudia Ortner

Mitglied im Schulausschuss

für die SPD-Fraktion