Pressemitteilung: „Verkehrssicherheit vor Gladbecker Schulen – der Schulausschuss handelt“

Falsch parkende Autos, unübersichtliche Verkehrssituationen, wenden auf dem Zebrastreifen, schnell fahrende Autos vor den Schuleingängen – mehrere Mitglieder des Gladbecker Schulausschusses haben am Dienstag, den 23. November 2021, die Verkehrssituationen vor den Grundschulen beobachtet und teilweise gefährliche Erfahrungen gemacht.

„Ich war zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen an den Standorten der Mosaikschule, um das Chaos live zu erleben. Ich bin immer wieder erschrocken, wie rücksichtslos viele Autofahrerinnen und Autofahrer am Morgen vor den Schulen entlangfahren. Dabei sind das vor allem Eltern. Also genau die, die ihre Kinder sicher zur Schule bringen möchten und dabei die Sicherheit anderer Kinder gefährden. Auch wenn es für die Probleme keine einfachen Lösungen gibt, möchte ich hier handeln.“, erklärt Dustin Tix, Vorsitzender des Schulausschusses.

„Wir haben das Thema als Ratsfraktion priorisiert und auch für den jetzigen Haushaltsentwurf einen Antrag zur Verkehrssicherheit gestellt. Wir möchten, dass die Stadtverwaltung ein Konzept zum koordinierten Einsatz von Polizei und kommunalem Ordnungsdienst erarbeitet, das den möglichst effizienten Einsatz der vorhandenen Kräfte gewährleistet, um Rücksichtnahme und Disziplin aller Verkehrsteilnehmenden an solchen neuralgischen Stellen zu steigern.“, beschreibt Wolfgang Wedekind, Vorsitzender der Gladbecker SPD-Fraktion.

„Auch der Schulausschuss hat in seiner Sitzung am 29.11.2021 gehandelt. Nachdem mehrere Mitglieder über die eigenen Erfahrungswerte am Aktionstag berichtet haben, wurde ein Beschlussentwurf der SPD-Fraktion parteiübergreifend angenommen. Wir haben die Stadtverwaltung beauftragt, an einigen besonders betroffenen Schulstandorten, ein Maßnahmenbündel anzuwenden, um so exemplarisch herauszufinden, wie am besten gegen das Problem vorgegangen werden kann.“, freut sich Dustin Tix.

Der Beschlussentwurf aus dem Schulausschuss ist der Pressemitteilung beigefügt.

Beschlussentwurf der SPD-Fraktion für den Schulausschuss am 29.11.2021

Nach zahlreichen Beratungsstunden, Kontrollen der Situationen frühmorgens vor den Schulen und unter Berücksichtigung der Erfahrungen anderer Städte sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ausschließlich ein Bündel von Maßnahmen helfen kann, die Verkehrssicherheit für Kinder zu erhöhen

Die Verwaltung wird deshalb gebeten, folgende Maßnahmen im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Steuerung des Schulkinderbringverkehrs zu beraten und möglichst umzusetzen:

    1. Erklärende und erzieherische Maßnahmen für Eltern und Kinder (Walking-Bus, Lotsensysteme, Verkehrserziehung, mehrsprachige Aufklärungsflyer etc.)
    2. Massierte Schwerpunktkontrollen von Polizei und KOD. Falls möglich auch über erhöhte Strafen nachdenken.
    3. Verkehrslenkende Maßnahmen mit den zuständigen Behörden zu diskutieren und umzusetzen. Dabei muss das Prinzip „Sicherheit der Kinder“ vor dem Ziel „Verkehrsfluss“ stehen. (Einbahnstraßensysteme, Tempobegrenzungen wie Schrittgeschwindigkeit oder Tempo 30 einzuführen, Fußgängerampelsysteme etc.)

Die Umsetzung solcher integrierten Maßnahmen wird Zeit und Geld erfordern. Wir schlagen deshalb vor, sie zunächst an 2-3 besonders betroffenen Standorten umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dustin Tix
Ratsherr
Vorsitzender Schulausschuss

Wolfgang Wedekind
Fraktionsvorsitzender