Anfrage gem. §13 GO, hier: Sprachpaten

Wir bitten zum Thema „Sprachentwicklungsrückstände der Kinder im Übergang KiTa zu Grundschule“ um Beantwortung der untenstehenden Fragen.

Sprache ist der Schlüssel zu guter Bildung. Trotzdem sprechen noch viel zu viele Kinder in Gladbeck Schlechtes oder gar kein Deutsch, wenn sie in die Schule kommen. Das gilt nicht nur für Kinder von Gladbeckerinnen und Gladbeckern mit Migrationshintergrund. Schon jetzt wird Sprache in den Gladbecker Schulen und Kitas besonders gefördert. Unter anderem durch die Unterstützung der Schulen durch Sozialarbeiter*innen oder das übergreifende Projekt des Rucksack Programms in KiTa und Grundschule. Im Zuge der Corona Pandemie sind für die Kinder in den Bildungseirichtungen wichtige Elemente zum Spracherwerb weggebrochen. Zum Teil durch Schließungen der Einrichtungen im Lockdown oder durch Maßnahmen, die unerlässlich zur Gesunderhaltung getroffen werden mussten. Kinder benötigen im emotionalen Spracherwerb die Mimik des Gesichtes, welche unter der Pandemie durch das Tragen einer Gesichtsmaske im Verborgenen lag.

Professionelle und ehrenamtliche „Sprachpaten“ in jedem Gladbecker Stadtteil, in jeder Schule und an jeder Kita können einen Beitrag zum Spracherwerb leisten. Dazu gehören Eltern, Großeltern oder einfach nur freiwillige Gladbeckerinnen und Gladbecker, die zweisprachig sind und Kindern in ihrem Stadtteil helfen können, Sprachdefizite zu überwinden.

In diesem Zusammenhang bitten wir um Erörterung folgender Fragen:

    • Wie steht die Stadtverwaltung zu der Einbindung von Sprachpaten?
    • Sind in Gladbeck bereits Sprachpaten eingesetzt?
      • Falls nein: Kann sich die Verwaltung ein Pilotprojekt mit Sprachpaten vorstellen?
    • Wurden in der Pandemie spezielle Maßnahmen zum Spracherwerb eingeleitet?
      • Wenn ja, welche?
    • Konnten die Sozialarbeiter:innen ihre Arbeit in den Schulen wieder aufnehmen und ist es vorgesehen, weitere Stellen für Sozialarbeiter:innen oder eventuell Fachberatungen an Schulen zu installieren?